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Herzlich Willkommen!

Zanshin bezeichnet einen körperlichen und geistigen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere in und nach Kampfsituationen. Das Zanshinkai ist der „bleibende Geist“ der drei erfolgreichen Sanshinkais, die in Göttingen in den Jahren 2013 – 2015 stattgefunden haben. Einen großen Dank an die vielen Leute und Bujinkan Dojos, die uns drei Jahre lang treu zur Seite gestanden haben und das Sanshinkai unterstützt haben!

Das Sanshinkai war ein großes Treffen (大会) bei dem wir, drei Herzen (三心), Japaninhalte unzensiert nach Deutschland holten und uns alle Mühe gaben, mehr als Technik zu vermitteln. Die Inhalte und das Wetter in allen drei Jahren waren sehr verschieden. Nicht weil wir das so geplant haben, sondern weil wir uns von der Natur leiten ließen.

Ende März 2013 war geprägt durch den Schnee (). Duncan, Doug und ich ließen uns die Haaren wasserstoffblond färben. Wie Hatsumi Sensei ankündigte war das Ken/Tsurugi, () die Waffe der Wahl, die das Jahr 2013 begleitete und welche beim Sanshinkai dementsprechend intensiv zum Einsatz kam. Die Shindenfudo Ryu bildete die Grundlage unseres Taijutsus und der Begriff Kamiwaza kam ebenfalls 2013 erstmals auf.

Das Sanshinkai Ende März 2014 war geprägt durch den Frühling (). Sveneric, Doug und ich unterrichteten mit roten Cowboyhüten, während die Sonne schien und die Kirschblüte in voller Pracht stand. Shin Gin Budo (神韻武導) und damit mehr Kamiwaza stand im Vordergrund des inhaltlichen Geschehens. Um den Teilnehmern nicht den Boden unter den Füßen zu nehmen, bildeten Bewegungen aus der Togakure Ryu und Techniken mit dem Ninja Biken die Basis an diesem Wochenende.

Die Zeit um und vor allem nach dem Sanshinkai Ende März 2015 war recht stürmisch (). Paul, Doug und ich trugen schwarze Mützen mit Teufelshörnern. Der Himmel war oft dunkel und es stürmte so sehr, dass Bäume umfielen und Autos kopfüber neben den Straßen lagen. Die Inhalte des Seminars waren beeinflusst von tiefgründigen Konzepten wie dem Sanshin Muto (三心無刀) und dem Gokou Goshin (悟光護心). Kamiwaza wurde inzwischen Teil unserer üblichen Seminaratmosphäre. Den Bezug zur Basis bildeten Bewegungen aus der Koto Ryu und der Umgang mit der Nagamaki.

Wie können wir lernen die Essenz unserer Kunst, d.h. der 9 Traditionen, die Hatsumi Sensei zu ehren von Takamatsu Sensei Bujinkan getauft hat, zu erkennen? Eine Kampfkunst, die einen Namen trägt mit direktem Bezug zu den Kriegsgöttern (Bujin) und die auf Bewegungen beruht, welche mit dem menschlichen Auge nur schwer zu erfassen sind (Kamiwaza), kann nur dann verstanden werden, wenn wahrhaftige Herzen (Shin) den Weg ausdauernd (Nin) gehen.

3 x 3 Personen haben sich an den letzten Wochenenden im März zusammengefunden, um das Sanshinkai 2013 – 2015 zu leiten. Ein Wochenende an dem ich erst Freitag (2013), dann Samstag (2014) und schließlich Sonntag (2015) meinen Geburtstag mit Freunden/Buyu feiern konnte.

Beim ersten Zanshinkai 2016 (2+0+1+6 =9) gaben sich 9 Lehrer (3 x 3), die Hatsumi Senseis Weg gehen und das Bujinkan verkörpern, alle Mühe mit ihrem großen Wissen von jeweils gut 30 Jahren, zusammen 270 Jahren (2+7+0 =9) Bujinkanerfahrung, die Teilnehmer/Innen zu inspirieren (Sveneric Bogsäter, Paul Masse, Oliver Piskurek, Juan Manuel Serrano, Lauri Jokinen, Nikolaos Stefanidis, Stephan Zimmer, Pino Durante, Ercan Sarbat). Hatsumi Sensei sprach von Kujin Kasumi und von Muto Dori. Themen, die wir ins Training einfließen lassen haben und mit einer Portion grundlegenden Bewegungen aus der Kukishindenryu vermengten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Das zweite Zanshinkai 2017 wurde durch ein tolles Lehrerteam von 6 Personen geprägt (Doug Wilson, Oliver Piskurek, Sheila Haddad, Arnaud Cousergue, Lauri Jokinen und Ralph Schwager). Bujinkaninhalte wie das Muto Dori und Kannin Dokuson wurden von Hatsumi Sensei thematisiert und von den Dozenten im Taijutsu mit und ohne Waffen angesprochen. Das Teamwork war großartig und die Stimmung war anspruchsvoll, wurde aber mit Basis aus der Takagiyoshin Ryu und anderen Inhalten für alle Teilnehmer/Innen auf den Boden zurückgebracht.

Für das dritte Zanshinkai 2018 hatten wir wieder ein erstklassiges Team von 6 Lehrern, die in Göttingen zusammenkamen (Sveneric Bogsäter, Doug Wilson, Oliver Piskurek, Luboš Pokorný, Kostas Kanakis, Christian Petroccello), unterstützt von einer besonderen Freundin aus den USA (Sheila Haddad), um Bujinkaninhalte basierend auf der Quelle in Japan zu vermitteln, wie Muto Dori und Mon Jyu Ji Shin.

Den Abschluss unserer sechsjährigen Tradition feierten wir mit Goldmedaillen für alle Lehrer/innen.

Unser neues Konzept ab dem Jahr 2019 bündelte unser Wissen aus den drei Sanshinkai- und den drei Zanshinkai-Jahren. So stellten wir ab 2019 unser neues SZanshinkai vor. Während das OLD-Team (Oliver Piskurek, Lauri Jokinen und Doug Wilson) das Herzstück der Veranstaltung war, freuten wir uns einige unserer hochgraduierten Zanshinkai-Freunde zu sehen, wie sie ihre Fähigkeiten auf der Tatami präsentierten (Pino Durante, Jasper Juhl Holm, Zoran Radakovic, Mirek Čermák, Raik John, Sebastian Haasch). Muto Dori stand nach wie vor im Mittelpunkt von Hatsumi Senseis Lehren, insbesondere in Bezug auf die Natur von Marishiten, bekannt als die Gottheit der Kriegerklasse.

Im Jahr 2020 sind wieder drei Hauptlehrer – Thomas Franzén, Oliver Piskurek und Kostas Kanakis – unter direkten Einfluss von Hatsumi Sensei – miteinander verbunden und vermitteln gemeinsam ihr Verständnis der Evolution des Bujinkans. Es ist das erste Jahr, in dem Hatsumi Sensei sich aktiver vom Training zurück zieht und uns die große Aufgabe übergibt das Bujinkan in die Zukunft zu führen. Dieses Jahr, das Jahr der Metallratte, beginnt mit einem sowohl alten, wie gleichzeitig sehr aktuellen Thema, welches durch drei Buchstaben beschrieben wird: NIN (忍)!

Wir freuen uns, Euch bei dieser großartigen Zusammenkunft zu sehen!

鷲龍